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Ihr direkter Draht zu unserer Praxis
In unserer Praxis bieten wir Ihnen umfassende Leistungen für Männer und Frauen – ergänzt durch unsere Spezialisierung auf Vasektomie. Wir nehmen uns Zeit, hören zu und finden gemeinsam die passende Behandlung.
Praxis 2 Urologen | Schwerpunkte
Unsere Praxisschwerpunkte
Praxis 2 Urologen | Behandlungsangebot
Unser behandlungs-Angebot für ihre Erkrankung
Vorsorge und Früherkennung
Früher erkennen heißt besser entscheiden. Wir bieten eine PSA-basierte, risikoadaptierte Früherkennung – auf Wunsch ohne digitale rektale Untersuchung (DRU). So senken wir die Hürde für die Untersuchung und nutzen moderne Parameter wie die PSA-Dichte (PSAD) zur individuellen Risikoeinschätzung.
- Beratung & Einwilligung: Aufklärung zu Nutzen und Grenzen, persönliches Risikoprofil (Alter, Familienanamnese, Lebenserwartung). PSA-Test nur nach Wunsch des informierten Patienten.
- PSA-Test (Basis): Startpunkt der Früherkennung. Die S3-Leitlinie empfiehlt risikoadaptierte Intervalle abhängig vom PSA-Wert (z. B. längere Intervalle bei niedrigen Werten, engmaschiger bei höheren).
- PSA-Dichte (PSAD) via Ultraschall: Wir messen das Prostatavolumen im transrektalen Ultraschall (TRUS) und setzen den PSA-Wert ins Verhältnis zum Volumen. Niedrige PSAD spricht gegen ein höheres Risiko, erhöhte PSAD lenkt die Abklärung; in Leitlinien und Studien sind ~0,15 ng/ml/cc (bis ~0,20) relevante Schwellenwerte im Gesamtkontext. Ziel: unnötige Biopsien vermeiden, relevante Befunde finden.
- Ohne Zwang: Keine DRU nötig. Für die Früherkennung wird die DRU explizit nicht empfohlen. Sie kann auf Wunsch ergänzend erfolgen, ist aber keine Voraussetzung.
- Moderne Abklärung statt „Biopsie zuerst“: Bei unklaren Konstellationen nutzen wir MRT und PSAD, um zielgerichtet zu entscheiden – bei negativem MRT und niedriger PSAD kann laut EAU in bis zu 30% der Fälle auf Biopsie verzichtet werden.
Große europäische Studien (ERSPC, etwa 162.000 Männer) zeigen unter PSA-gestützter Früherkennung eine signifikant geringere Sterblichkeit an Prostatakrebs (ca. 20–21 % relative Reduktion nach 13 Jahren). Moderne Strategien mit MRT & PSAD verbessern die Balance aus Nutzen und Nebenwirkungen zusätzlich.
Männer ab 45 Jahren (früher bei familiärer Belastung), mit >10 Jahren Lebenserwartung – jeweils nach ergebnisoffener Beratung und auf Wunsch.
1 | Beratung & Entscheidung
2 | PSA-Test (optional PSAD per TRUS-Volumen)
3 | Risikoadaptiertes Vorgehen: Intervallkontrolle oder weiterführende Diagnostik (z. B. mpMRT der Prostata) gemäß S3-Leitlinie und EAU
BPH und Beschwerden beim Wasserlassen
Häufiger Harndrang, nächtliches Wasserlassen, schwacher Harnstrahl oder Nachtröpfeln gehören zu den sogenannten LUTS (Lower Urinary Tract Symptoms). Eine gutartige Prostatavergrößerung (BPS/BPH) ist eine der häufigsten Ursachen. Wir klären das schonend und strukturiert ab und wählen mit Ihnen die passende Behandlung – von „beobachten & entlasten“ bis hin zu medikamentösen oder, falls nötig, operativen Optionen.
- Gespräch & Symptom-Score (z. B. IPSS) zur Einordnung von Beschwerden und Lebensqualität.
- Urinanalyse und Blasen-/Prostata-Ultraschall mit Restharnmessung; bei Bedarf Uroflowmetrie (Harnflussmessung) und Miktions-/Trinkprotokoll.
- PSA: hilft, Prostatagröße und Progressionsrisiko abzuschätzen (z. B. PSA-Schwellen ~1,5–2,3 ng/ml je nach Alter als Hinweis auf größere Prostata). Entscheidung und Aufklärung immer gemeinsam.
- Körperliche Untersuchung inkl. ggf. DRU nur nach Absprache – wir erklären vorab, was sinnvoll ist.
1 | Beobachten & Lifestyle (bei milden/kaum belastenden Beschwerden): Flüssigkeit abends reduzieren, Kaffee/Alkohol moderieren, Blasentraining, Doppel-Miktion, Umgang mit Medikamenten (z. B. Diuretika) – wirksam und sicher; regelmäßige Kontrollen.
2 | Medikamente (bei lästigen Beschwerden):
- α-Blocker: Erleichtern und verbessern oft schnell das Wasserlassen. Nebenwirkungen wie Schwindel oder niedriger Blutdruck besprechen wir gemeinsam.
- 5-α-Reduktasehemmer: Gut bei deutlich vergrößerter Prostata, wirken langsamer, senken aber das Risiko für Harnverhalt und OP.
- Kombination beider Wirkstoffe: Besonders effektiv bei größerer Prostata und erhöhtem Risiko.
- Bei häufigem Harndrang: Antimuskarinika oder β3-Agonisten (wie Mirabegron), wenn der Restharn niedrig ist.
- PDE-5-Hemmer (z. B. Tadalafil): Hilfreich bei Beschwerden beim Wasserlassen, vor allem mit Erektionsstörung.
3 | Operativ/Interventionell (wenn Medikamente nicht helfen oder bei Komplikationen wie wiederholtem Harnverhalt, Steinen, Blutungen, Nierenfunktionseinbußen): bewährte Verfahren transurethral (über die Harnröhre) (z. B. TURP, Laser-Enukleation/Vaporisation) sowie minimalsteingreifende Optionen – Auswahl nach Prostatagröße/Anatomie, Befund und Patientenpräferenz. Durchführung in unserer Kooperation mit erfahrenen Zentren.
1 | Aufklärung & Messung der Beschwerden
2 | Urin, Ultraschall, Restharn, ggf. Uroflow/PSA
3 | Gemeinsame Entscheidung: Lifestyle, Medikament, oder Überweisung zur operativen Therapie – mit klaren Kontrollintervallen
Wichtig: Ein hoher Restharn oder schnelles Fortschreiten spricht für engmaschige Kontrollen bzw. frühere Eskalation.
Entzündungen der Harnwege & des männlichen Genitals
Brennen beim Wasserlassen, ständiger Harndrang, Unterbauch- oder Flankenschmerzen – dahinter stecken oft Blasen-/Harnröhrenentzündungen. Bei Männern kommen zusätzlich Entzündungen der Prostata (Prostatitis), des Nebenhodens/Hodens (Epididymo-Orchitis) vor. Wir klären das zielgerichtet und möglichst schonend ab und behandeln gezielt nach Erreger – damit Beschwerden rasch abklingen und Rückfälle vermieden werden.
- Beratung: Wir besprechen Symptome, Risikofaktoren (z. B. vergrößerte Prostata, Restharn, Katheter, neue Sexualkontakte) und erklären transparent, welche Untersuchungen wirklich sinnvoll sind.
- Urin-Check mit Kultur (keine „Antibiotika auf Verdacht“): Teststreifen geben einen schnellen Eindruck, die Urinkultur zeigt, welche Bakterien vorliegen und welches Antibiotikum wirkt. So vermeiden wir unnötige oder falsche Therapien (Antibiotic Stewardship).
- Sanfter Ultraschall & Restharnmessung: Prüft Blase, Nieren, ggf. Prostata – wichtig, um Abfluss- oder Restharn-Probleme als Ursache für wiederkehrende Infekte zu erkennen.
- Abstrich bei Bedarf (STI-Abklärung): Bei Harnröhrenbeschwerden oder Schmerzen am Nebenhoden/Hoden testen wir – falls sinnvoll – auch auf sexuell übertragbare Erreger (z. B. Chlamydien, Gonokokken).
- Prostatitis erkennen & richtig behandeln: Bei Verdacht auf Prostata-Entzündung berücksichtigen wir, dass Medikamente die Prostata gut erreichen müssen und die Behandlung oft etwas länger dauert – mit Verlaufskontrolle.
- Epididymitis/Hodenentzündung: Kombination aus gezielter Antibiotikatherapie, Schmerz-/Entzündungshemmung, Schonung und Hochlagerung – zügige Therapie beugt Komplikationen vor.
- Rückfälle verhindern: Wir suchen aktiv nach Auslösern (Restharn, Steine, Engstellen) und besprechen nicht-antibiotische Strategien (Trink-/Miktionsverhalten, ggf. evidenzbasierte Präventionsoptionen) – besonders wichtig bei wiederkehrenden Infekten.
Eine gezielte Therapie auf Basis von Kultur/Resistenztest verkürzt die Krankheitsdauer, senkt das Rückfall- und Komplikationsrisiko (z. B. Nierenbeckenentzündung, Nebenhodeneinbruch) und hilft, Resistenzen zu vermeiden. Bei Männern sind Harnwegsinfektionen häufiger mit Begleitfaktoren verknüpft – diese sollten erkannt und mitbehandelt werden.
Männliche Sexualität & Fruchtbarkeit (inkl. Spermiogramm)
Sexualität gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen wie Schlafen, Essen und Trinken. Probleme mit Erektion, Libido oder Samenerguss sind häufig – und heute in den meisten Fällen gut behandelbar. Auch wenn sich ein Kinderwunsch nicht erfüllt, ist eine Abklärung beim Mann genauso wichtig wie bei der Frau. Mit modernen Untersuchungen wie dem Spermiogramm können wir die Fruchtbarkeit zuverlässig beurteilen und gemeinsam nächste Schritte planen.
- Vertrauliche Beratung: Sexualität und Kinderwunsch sind sensible Themen. Wir nehmen uns Zeit und schaffen einen geschützten Rahmen für ein offenes Gespräch.
- Erektionsstörungen (ED): Abklärung möglicher Ursachen – von Stress oder Partnerschaftsproblemen über hormonelle Veränderungen bis hin zu Durchblutungsstörungen. Wir nutzen moderne Diagnostik (z. B. Hormonwerte, Ultraschall der Gefäße) und besprechen alle Therapiemöglichkeiten (Medikamente, Stoßwellentherapie [ESWT], Lifestyle).
- Vorzeitiger oder verzögerter Samenerguss: Wir erklären die medizinischen und psychischen Hintergründe und bieten eine leitliniengerechte, individuell abgestimmte Behandlung.
- Fertilitätsdiagnostik (Spermiogramm):
- Durchführung nach WHO-Standards (aktuelle WHO-Kriterien 2021).
- Untersuchung von Spermienzahl, Beweglichkeit (Motilität), Form (Morphologie).
- Moderne computergestützte Auswertung für besonders präzise Ergebnisse.
- Bei auffälligen Befunden: Hormondiagnostik, genetische Untersuchungen oder Überweisung zu einem Kinderwunschzentrum.
- Begleitende Beratung: Tipps zu Lebensstil, Ernährung, Nikotin-/Alkoholkonsum, Sport und Medikamenteneinflüssen auf die Fruchtbarkeit
- Sexualstörungen sind häufig und behandelbar: Etwa jeder zweite Mann über 50 erlebt im Laufe des Lebens Erektionsprobleme – oft ein Hinweis auf zugrunde liegende Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen. Eine Abklärung kann also nicht nur die Sexualität verbessern, sondern auch andere Krankheiten früh aufdecken.
- Fruchtbarkeit ist „Teamarbeit“: Bei unerfülltem Kinderwunsch sind in etwa 50 % der Fälle Faktoren beim Mann beteiligt. Ein Spermiogramm ist der erste, einfache und aussagekräftige Schritt, um Klarheit zu schaffen.
- Moderne Optionen: Von Medikamenten und Stoßwellentherapie bis hin zur Zusammenarbeit mit Kinderwunschzentren – es gibt viele Wege, Sexualität und Fruchtbarkeit wiederherzustellen.
- Männer mit Erektionsproblemen, Libidoverlust oder Samenergussstörungen.
- Paare mit unerfülltem Kinderwunsch (spätestens nach 12 Monaten ungeschütztem Geschlechtsverkehr).
- Männer, die ihre Fruchtbarkeit vorsorglich prüfen lassen möchten – z. B. vor einer geplanten Familiengründung oder vor einer Vasektomie.
1 | Erstes Gespräch: ausführliche, diskrete Beratung
2 | Untersuchungen: Blutwerte (z. B. Hormone, Zucker, Cholesterin), Ultraschall, Spermiogramm im Labor
3 | Ergebnisse & Plan: gemeinsame Besprechung, ggf. Einleitung einer Therapie oder Überweisung ins Kinderwunschzentrum
Inkontinenz (Belastungs-, Drang-, Mischform)
Unwillkürlicher Urinverlust ist häufig – und gut behandelbar. Bei der Belastungsinkontinenz geht bei Husten, Lachen oder Sport Urin ab. Bei der Dranginkontinenz ist der Harndrang plötzlich so stark, dass die Toilette nicht rechtzeitig erreicht wird. Viele Frauen haben eine Mischform. Wir klären schonend ab und wählen mit Ihnen die passende, stufenweise Therapie – von Beckenbodentraining bis zu minimal-invasiven Eingriffen.
- Gründliche Anamnese: Was belastet Sie im Alltag? Seit wann? Welche Ziele haben Sie?
- Blasentagebuch (mind. 3 Tage): Gibt einen klaren Überblick über Trinkmenge, Harndrang, Toilettengänge und eventuelle „Unfälle“.
- Sanfte Basisdiagnostik: Urinuntersuchung, körperliche Untersuchung, Ultraschall mit Restharnmessung, ggf. Uroflowmetrie.
- Beckenboden-Check & Physiotherapie: Beckenbodentraining (PFMT) ist erstes Mittel der Wahl bei Belastungs- und Mischinkontinenz – gerne auch angeleitet (Physio, Biofeedback).
- Lebensstil & lokale Maßnahmen: Gewichtsreduktion, weniger Koffein, Rauchstopp; lokales Vaginal-Östrogen nach der Menopause kann Drang/Scheidenbeschwerden verbessern.
- Medikamente bei Drang/OAB-Anteil: Antimuskarinika oder β3-Agonisten – nach Aufklärung über Wirkung & mögliche Nebenwirkungen.
- Schonende Eingriffe bei persistierender Belastungsinkontinenz: z. B. Mid-Urethral-Sling (MUS) oder Unterspritzung (Bulking) – individuell ausgewählt in Zusammenarbeit mit anerkannten Zentren.
Inkontinenz ist keine „normale Alterserscheinung“, sondern gut behandelbar. Strukturierte Stufentherapie verbessert Lebensqualität deutlich.
- Bei Urinverlust bei Belastung, plötzlichem Harndrang oder Mischformen.
- Nach Schwangerschaft/Geburt, in den Wechseljahren, bei Übergewicht oder Beckenbodenschwäche.
1 | Gespräch & Fragebögen
2 | Blasentagebuch
3 | Urin/Ultraschall/Restharn, ggf. Uroflow
4 | Therapieplan: PFMT & Lifestyle → Medikamente (bei Drang/OAB) → Eingriffe (bei anhaltender SUI) – mit klaren Kontrollintervallen
Überaktive Blase / Reizblase (OAB)
Eine überaktive Blase bedeutet plötzlichen, schwer zu unterdrückenden Harndrang, oft mit häufigem Wasserlassen am Tag und in der Nacht – mit oder ohne Urinverlust. Vorher müssen Infekt oder andere Ursachen ausgeschlossen werden. Die gute Nachricht: Mit Verhaltenstherapie, Medikamenten und – falls nötig – Botox oder Nervenstimulation bekommen viele Frauen ihre Blase wieder gut in den Griff.
- Ausschluss anderer Ursachen: Urin, Ultraschall, ggf. Restharn. Blasentagebuch (≥3 Tage) zur objektiven Einschätzung.
- Verhaltens- & Blasentraining: Planmäßige Toilettengänge, Drangunterdrückung, Trinkmanagement; oft in Kombination mit Beckenbodentraining.
- Medikamente: Antimuskarinika oder β3-Agonisten (z. B. Mirabegron) – Auswahl nach Wirksamkeit, Verträglichkeit und Vorerkrankungen.
- Botulinumtoxin (Blase): Bei ausgeprägter OAB trotz Medikamenten – wirksam belegt, langanhaltende Wirkung bis zu 13 Monate.
- Nervenstimulation: Tibialis-Nervenstimulation (PTNS) oder sakrale Neuromodulation bei therapierefraktären Verläufen in Zusammenarbeit mit ausgewählten Zentren.
OAB kann Alltag, Schlaf und Lebensqualität massiv beeinträchtigen. Leitlinien empfehlen ein stufenweises Vorgehen – beginnend mit Verhaltenstherapie & PFMT, anschließend Medikamente und bei Bedarf Botox/Neuromodulation. Das erhöht die Chance auf eine nachhaltige Besserung.
Frauen mit plötzlichem, schwer zu haltendem Harndrang, häufigem Wasserlassen, ggf. nächtlichem Harndrang – ohne Infekt.
1 | Anamnese, Urin, Ultraschall, Blasentagebuch
2 | Verhaltens-/Beckenbodentraining
3 | Medikamente
4 | Botox oder Nervenstimulation – jeweils mit gemeinsamer Entscheidungsfindung und Kontrollen
Blasenschmerzsyndrom / Interstitielle Zystitis (BPS/IC)
Blasenschmerzen, häufiges Wasserlassen und Harndrang – ohne nachweisbare Bakterien – können auf ein Blasenschmerzsyndrom (BPS/IC) hinweisen. Das ist echt und behandelbar, braucht aber eine sorgfältige Abklärung und Geduld. Wir setzen auf Aufklärung, Lebensstil-Anpassungen, Schmerz- und Blasentherapie – Schritt für Schritt und individuell.
- Strukturierte Abklärung: Ausschluss anderer Ursachen (Infekte, Steine, Tumoren), Urin, Ultraschall; Cystoskopie zur Einordnung.
- Erstlinien-Maßnahmen: Patientinnenaufklärung, Anpassungen bei Ernährung/Flüssigkeit, Physiotherapie (Beckenboden/Triggerpunkte), Schmerzmanagement.
- Medikamentös & lokal: je nach Subtyp z. B. Amitriptylin, Antihistaminika; Blaseninstillationen (z. B. Hyaluron-/Chondroitinsulfat, Heparin) – individuell abgestimmt.
- Gezielte Eingriffe: Bei Hunner-Läsionen endoskopische Koagulation/Injektion; bei therapierefraktären Verläufen
BPS/IC ist multifaktoriell – ein Mittel allein hilft selten. Leitlinien empfehlen daher stufenweise, multimodale Konzepte und die Einbindung der Patientin in alle Entscheidungen. So steigt die Chance auf weniger Schmerzen und mehr Alltagssicherheit.
Frauen mit chronischen Blasen-/Beckenschmerzen, häufigem Harndrang/Toilettengängen ohne nachweisbare Infektion – besonders, wenn Beschwerden >3 Monate bestehen.
1 | Anamnese & Ausschlussdiagnostik
2 | Cystoskopie (Subtyp-Einordnung)
3 | Stufenplan: Aufklärung/Lifestyle/Physio/Schmerztherapie → Medikamente/Instillationen → gezielte Eingriffe (z. B. Koagulation bei Hunner-Läsionen)
Blut im Urin (Mikrohämaturie & Makrohämaturie)
Blut im Urin ist ein Warnsignal – sichtbar (Makrohämaturie) oder nur im Labor nachweisbar (Mikrohämaturie). Dahinter können harmlose Ursachen stecken (körperliche Belastung, harmlose Nierenschäden), manchmal aber auch Erkrankungen, die wir früh erkennen sollten (z. B. Blasentumoren). Deshalb gehört Hämaturie immer abgeklärt – risikoadaptiert und zielgerichtet.
- Schnelle Basisabklärung: Urinstatus/-kultur, Ultraschall von Nieren/Blase, Überprüfung von Medikamenten (z. B. Blutverdünner).
- Risikoadaptiertes Vorgehen (Mikrohämaturie): Je nach Alter, Rauchen, Begleiterkrankungen und Stärke der Hämaturie planen wir die weitere Diagnostik (Zystoskopie, Bildgebung).
- Sichtbares Blut (Makrohämaturie): Urologische Abklärung mit Zystoskopie ist Standard, oft ergänzt um CT-Urogramm – abhängig vom Befund und Risikoprofil.
- Nachsorge/Prävention: Bei unauffälligem Ergebnis legen wir sinnvolle Kontrollen fest; bei Ursachen wie Steinen/Infekt erfolgt gezielte Behandlung.
Hämaturie ist das häufigste Symptom bei Blasentumoren – eine sorgfältige Abklärung (v. a. Zystoskopie) erkennt relevante Ursachen früh. Gleichzeitig vermeidet ein Risikomodell unnötige Untersuchungen bei sehr niedrigem Risiko.
- Immer, wenn Blut im Urin sichtbar ist – auch einmalig.
- Bei Mikrohämaturie im Urintest – besonders mit Risikofaktoren (Rauchen, Alter, berufliche Expositionen).
1 | Urin/Anamnese/Ultraschall
2 | Risikoeinschätzung (Mikrohämaturie)
3 | Je nach Risiko Zystoskopie und Bildgebung (Ultraschall/CT-Urogramm)
4 | Therapie oder Nachsorgeplan nach Befund
Prostatakrebs
Prostatakrebs ist häufig – wird aber dank moderner Vorsorge heute meist früh entdeckt und ist dann sehr gut behandelbar. Wir setzen auf ein schrittweises, schonendes Vorgehen: gute Aufklärung, präzise Diagnostik (PSA, ggf. MRT, gezielte Biopsie) und eine Therapie, die zu Ihrem Risiko- und Lebensprofil passt – von Aktiver Überwachung bis Operation oder Bestrahlung.
- Sichere Abklärung: PSA (inkl. Verlauf/PSA-Dichte), MRT bei Verdacht, gezielte Biopsie nur bei klarer Indikation.
- Stadieneinteilung nach Leitlinie: bei Bedarf PSMA-PET/CT zur genaueren Ausbreitungsdiagnostik
- Therapie nach Risikogruppe:
- Niedrigrisiko: häufig Aktive Überwachung (engmaschige Kontrollen statt sofortiger Behandlung).
- Lokalisiert/örtlich begrenzt: Operation (nervschonend, wenn möglich) oder Bestrahlung mit moderner Planung.
- Fortgeschritten/metastasiert: Hormon-/neue Hormontherapien, Immun-/zielgerichtete Medikamente, individuell kombiniert.
- Langfristige Nachsorge & Nebenwirkungs-Management: Kontrollen (PSA), Hilfen bei Kontinenz und Erektionsfunktion.
Ein individuell angepasstes Vorgehen vermeidet Über- und Untertherapie: Wer wenig riskanten Krebs hat, kann oft überwacht werden; bei höherem Risiko sichern moderne OP-/Strahlenverfahren sehr gute Heilungsraten. Präzisere Bildgebung (z. B. PSMA-PET) hilft, die richtige Behandlung zur richtigen Zeit zu wählen.
Blasenkrebs
Häufigstes Warnzeichen ist Blut im Urin. Entscheidend ist eine frühe Spiegelung der Blase (Zystoskopie). Je nach Stadium und Risikogruppe reicht die Behandlung von endoskopischer Abtragung (TUR-B) und intravesikalen Instillationen (z. B. BCG) bis hin zu Blasenentfernung und Systemtherapien bei fortgeschrittener Erkrankung.
- Schnelle Abklärung von Hämaturie: Urin, Ultraschall und Zystoskopie. Bei Tumorverdacht folgt die TUR-B (Abtragung des Tumors über die Harnröhre) als Standard in einen onkologischen Zentrum.
- Lebenslange Nachsorge: Zystoskopien/Urintests und Bildgebung nach Schema, weil Rückfälle möglich sind.
Nierenkrebs (Nierenzellkarzinom)
Nierenkrebs fällt heute oft zufällig im Ultraschall oder CT auf – bevor er Beschwerden macht. Dann ist häufig eine nierenerhaltende Operation (Teilentfernung) möglich. Bei fortgeschrittenem Befund kommen zielgerichtete Therapien und Immuntherapien zum Einsatz; die Nachsorge ist klar geregelt.
- Sichere Diagnostik: Ultraschall, CT/MRT, Blutwerte; Biopsie nur bei speziellen Fragestellungen.
- Therapie nach Größe/Lage:
- Kleine Tumoren (T1): bevorzugt nierenerhaltende OP (partielle Nephrektomie); in ausgewählten Fällen Ablation (Hitze/Kälte).
- Größere/ungünstige Tumoren: radikale Nephrektomie (komplette Nierenentfernung).
- Fortgeschritten: Immuncheckpoint-Inhibitoren und TKI-Kombinationen nach EAU-Schema.
- Nachsorge: Bildgebung/Labor in festen Intervallen je nach Risikoprofil.
Hodenkrebs
Hodenkrebs betrifft vor allem junge Männer (20–40 Jährige). Typisches Zeichen ist eine schmerzlose Verhärtung/Vergrößerung des Hodens. Die Heilungschancen sind exzellent – entscheidend ist die schnelle Abklärung und eine leitliniengerechte Behandlung. Häufig lässt sich die Fruchtbarkeit durch Sperma-Einfrieren vor der Therapie sichern.
Peniskrebs
Selten, aber wichtig: nicht heilende Hautveränderungen oder Knoten am Penis sollten rasch urologisch gezeigt werden. Risikofaktoren sind u. a. HPV-Infektion, Phimose, chronische Entzündungen und höheres Alter. Ziel ist frühe, organerhaltende Behandlung, ohne die onkologische Sicherheit zu gefährden.
Was ist eine Blasenspiegelung?
Tut eine Blasenspiegelung weh?
Die Untersuchung ist meist nur leicht unangenehm. Wir verwenden ein lokales Betäubungsgel, das in die Harnröhre gegeben wird. Druckgefühl oder kurzes Brennen sind möglich, starke Schmerzen sind selten. Frauen vertragen eine Zystoskopie besser als Männer wegen der kürzen Harnröhre. Die meisten Patienten Stufen die Blasenspieglung in einer Skala von 0-10 zwischen 1-3 ein.
Wie lange dauert die Untersuchung?
In der Regel 5–10 Minuten. Mit Vorbereitung und Nachgespräch sollten Sie insgesamt ca. 20–30 Minuten einplanen.
Muss ich nüchtern erscheinen?
Nein. Sie können normal essen und trinken. Zystoskopien in Narkose bieten wir nicht an.
Gibt es Unterschiede zwischen flexibler und starrer Spiegelung?
Ja. Die flexible Zystoskopie ist meist angenehmer und wird häufig zur Routinekontrolle eingesetzt. Starre Geräte bieten bei speziellen Fragestellungen (z. B. Gewebeproben, Schienenentfernung) Vorteile.
Welche Risiken gibt es?
Vorübergehendes Brennen beim Wasserlassen, leichter Blut im Urin oder ein Harnwegsinfekt sind die häufigsten Nebenwirkungen (unter 1%). Ernsthafte Komplikationen sind selten.
Brauche ich Antibiotika zur Vorbeugung?
Nicht routinemäßig. Nur bei Risikopatienten (z. B. mit Prothesen, Herzklappenfehler, häufiger Infekthistorie) wird vorbeugend ein Antibiotikum erwogen.
Was soll ich nach der Untersuchung beachten?
Trinken Sie ausreichend (2–3 Liter/Tag), um die Blase durchzuspülen. Bei längerem Fieber, starkem Blut im Urin oder Schmerzen bitte sofort Kontakt aufnehmen.
Kann ich danach Auto fahren und arbeiten?
Ja, in aller Regel sofort.
Zahlt die Krankenkasse die Blasenspiegelung?
Bei medizinischer Indikation (z. B. Blut im Urin, Krebsnachsorge, wiederkehrende Infekte) ist die Untersuchung eine Leistung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Wunschuntersuchungen ohne Indikation sind Selbstzahlerleistungen (IGeL).
Praxis 2 Urologen | Vasektomie in Bernkastel-Kues
Wir kümmern uns um die Zukunft – nicht um Nachwuchs.
Die Vasektomie ist ein kleiner, sicherer und dauerhafter Eingriff zur Verhütung. Wir führen sie regelmäßig durch – mit Erfahrung, schonenden Methoden und in vertrauensvoller Atmosphäre. Dabei legen wir Wert auf persönliche Beratung, präzise Durchführung und sorgfältige Nachsorge.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Dauerhafte und sichere Verhütung
- Schonender Eingriff mit kurzer Erholungszeit
- Persönliche Beratung und Nachbetreuung







