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FAQ Wissen – Urologie, Männergesundheit & Vasektomie
Diese FAQ erklärt wichtige Begriffe und Themen aus der Urologie.
Die Inhalte ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung.
Diese Wissens-FAQ erklärt medizinische Themen allgemein. Sie ersetzt keine individuelle Diagnose oder Behandlung.
Bei akuten Beschwerden, starken Schmerzen, Fieber oder Blut im Urin sollten Sie sich immer zeitnah ärztlich vorstellen.
Was macht ein Urologe?
Ein Urologe ist Facharzt für Erkrankungen der Harnorgane bei Männern und Frauen (Nieren, Harnleiter, Blase, Harnröhre) sowie der männlichen Geschlechtsorgane (Prostata, Hoden, Nebenhoden, Penis). Urologen behandeln akute Beschwerden wie Infektionen oder Nierensteine, betreuen chronische Erkrankungen, führen Vorsorgeuntersuchungen durch und kümmern sich um Themen wie Männergesundheit, Erektionsstörungen und Fruchtbarkeit.
Was gehört zum Fachgebiet Urologie?
Zum Fachgebiet Urologie gehören unter anderem:
Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre
Prostataerkrankungen und Prostata-Vorsorge
Blasenentzündungen, Harnwegsinfekte und Inkontinenz
Nierensteine und andere Steinerkrankungen
Tumorerkrankungen der Harn- und Geschlechtsorgane
Männergesundheit, Andrologie, Erektionsstörung und Testosteronmangel
Kinderurologie mit z. B. Hodenhochstand, Phimose und Fehlbildungen
Die Urologie verbindet konservative Behandlungen, kleine Eingriffe in der Praxis und operative Verfahren im Krankenhaus oder in spezialisierten Zentren.
Was ist eine Blasenentzündung (Zystitis)?
Eine Blasenentzündung (Zystitis) ist eine Entzündung der Harnblase, meist durch Bakterien, die aus der Harnröhre in die Blase aufsteigen. Typische Beschwerden sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang mit kleinen Urinmengen und Schmerzen im Unterbauch. Frauen sind häufiger betroffen, weil ihre Harnröhre kürzer ist. In unkomplizierten Fällen lässt sich eine Blasenentzündung gut behandeln, bei starken oder wiederkehrenden Beschwerden sollte immer ein Urologe hinzugezogen werden.
Was hilft bei wiederkehrender Blasenentzündung?
Bei wiederkehrender Blasenentzündung ist eine genaue urologische Abklärung sinnvoll. Wichtige Bausteine sind ausreichend Trinken, regelmäßiges Wasserlassen, das Vermeiden von Unterkühlung und – bei Frauen – ein bewusster Umgang mit Intimhygiene und Verhütung. Je nach Ursache können pflanzliche Präparate, Immuntherapien oder eine zeitlich begrenzte antibiotische Prophylaxe helfen. Welche Strategie geeignet ist, hängt immer von der individuellen Situation ab.
Was ist ein Harnwegsinfekt?
Ein Harnwegsinfekt ist eine Infektion der ableitenden Harnwege, also von Harnröhre, Blase, Harnleitern oder Nierenbecken. Typische Symptome sind Brennen beim Wasserlassen, häufiger Harndrang, Schmerzen im Unterbauch oder Flankenschmerzen. Fieber, Schüttelfrost oder ein starkes Krankheitsgefühl können Zeichen eines komplizierten Harnwegsinfekts sein. Dann ist eine schnelle urologische Abklärung wichtig.
Was ist der Unterschied zwischen Blasenentzündung und Harnwegsinfekt?
Zu Beginn füllen Sie einen kurzen Fragebogen aus. Danach folgt ein persönliches Gespräch sowie eine gezielte Untersuchung, z. B. mittels Ultraschall oder Urintest. Im Anschluss erklären wir transparent die weiteren Schritte.
Ist Blut im Urin bei Harnwegsinfekt immer gefährlich?
Blut im Urin (Hämaturie) kann bei Harnwegsinfekt auftreten, sollte aber immer ernst genommen werden. Die Ursachen reichen von Infektionen und Reizungen über Nierensteine bis hin zu Tumorerkrankungen. Bei sichtbarem Blut im Urin, Schmerzen oder Krankheitsgefühl ist eine zügige urologische Untersuchung sinnvoll.
Wie entstehen Nierensteine?
Nierensteine entstehen, wenn bestimmte Stoffe im Urin (z. B. Calcium, Oxalat, Harnsäure) in hoher Konzentration vorliegen und auskristallisieren. Daraus bilden sich kleine Kristalle, die zu Steinen heranwachsen können. Risikofaktoren sind zu wenig Trinken, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, Stoffwechselerkrankungen und familiäre Veranlagung. Nierensteine können lange unbemerkt bleiben oder plötzlich starke Schmerzen verursachen.
Welche Symptome verursachen Nierensteine?
Typisch für Nierensteine sind plötzlich einsetzende, sehr starke kolikartige Flankenschmerzen, die in Unterbauch oder Leiste ausstrahlen. Häufig kommen Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüche und manchmal Blut im Urin dazu. Solche Beschwerden sollten immer zeitnah urologisch oder in der Notaufnahme abgeklärt werden.
Wie werden Nierensteine behandelt?
Die Behandlung von Nierensteinen hängt von Größe, Lage, Beschwerden und Begleiterkrankungen ab. Kleine Steine können manchmal spontan abgehen – unterstützt durch Schmerzmittel, krampflösende Medikamente und ausreichend Flüssigkeit. Größere Steine werden z. B. mit Stoßwellentherapie (ESWL), endoskopischen Verfahren oder minimal-invasiven Operationen behandelt. Ziel ist die Steinentfernung und die Vorbeugung neuer Steine.
Welche Funktion hat die Prostata?
Die Prostata ist eine Drüse des männlichen Geschlechtssystems und liegt unterhalb der Harnblase. Sie produziert einen Teil der Samenflüssigkeit, die die Spermien transportiert und ihre Beweglichkeit unterstützt. Weil die Harnröhre durch die Prostata verläuft, kann eine vergrößerte Prostata den Harnfluss behindern und Beschwerden beim Wasserlassen verursachen.
Was ist eine gutartige Prostatavergrößerung der Prostata (BPH)?
Eine gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie, BPH) ist eine häufige, altersbedingte Veränderung der Prostata. Durch das Wachstum des Gewebes kann der Harnstrahl schwächer werden, es kommt zu häufigem oder nächtlichem Wasserlassen und Restharngefühl. Die Behandlung reicht von Beobachtung und Lebensstiländerungen über Medikamente bis hin zu verschiedenen operativen Verfahren.
Was ist eine Prostataentzündung (Prostatitis)?
Eine Prostataentzündung (Prostatitis) ist eine Entzündung der Prostata. Sie kann durch Bakterien oder andere Reize ausgelöst werden. Akute Formen gehen oft mit starken Schmerzen, Fieber und ausgeprägten Beschwerden beim Wasserlassen einher, chronische Formen eher mit länger anhaltenden, wechselhaften Beschwerden. Diagnostik und Therapie richten sich nach Ursache und Verlauf.
Was bedeutet ein erhöhter PSA-Wert der Prostata?
Der PSA-Wert (prostataspezifisches Antigen) ist ein Laborwert, der Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben kann. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet nicht automatisch Prostatakrebs – auch eine gutartige Prostatavergrößerung oder Entzündungen können den Wert erhöhen. Der PSA-Wert muss immer im Zusammenhang mit Tastbefund, Beschwerden und weiteren Untersuchungen interpretiert werden.
Was ist eine Erektionsstörung (Impotenz, Potenzstörung)?
Eine Erektionsstörung (erektile Dysfunktion, umgangssprachlich Impotenz oder Potenzstörung) liegt vor, wenn es über mindestens drei Monate hinweg regelmäßig nicht gelingt, eine Erektion zu bekommen oder lange genug zu halten, um Geschlechtsverkehr zu haben. Ursachen können Gefäßerkrankungen, Diabetes, Bluthochdruck, Hormonstörungen, Medikamente sowie psychische und partnerschaftliche Faktoren sein. Erektionsstörungen sind häufig und ein wichtiger Hinweis auf die allgemeine Männergesundheit – sie sollten urologisch abgeklärt werden.
Was ist eine erektile Dysfunktion und wie hängt sie mit Männergesundheit zusammen?
Eine erektile Dysfunktion (Erektionsstörung) liegt vor, wenn es über mindestens drei Monate hinweg regelmäßig nicht gelingt, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, die für Geschlechtsverkehr ausreicht. Ursachen können Durchblutungsstörungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, hormonelle Störungen, Medikamente, aber auch psychische Faktoren sein. Erektionsstörungen sind ein wichtiger Teil der Männergesundheit und sollten urologisch abgeklärt werden.
Was ist die Stoßwellentherapie (ESWT) bei Erektionsstörungen?
Die Stoßwellentherapie (ESWT – Extrakorporale Stoßwellentherapie) ist eine Behandlungsmethode bei erektiler Dysfunktion. Dabei werden von außen niedrigenergetische Stoßwellen in den Penisschwellkörper eingeleitet, um die Durchblutungssituation zu verbessern. Die Stoßwellentherapie erfolgt in mehreren Sitzungen, ist meist gut verträglich und wird in der Regel als Selbstzahlerleistung angeboten. Ob ESWT sinnvoll ist, hängt von Ursache und Ausprägung der Erektionsstörung ab.
Was sind PDE-5-Hemmer und was ist Tadalafil?
PDE-5-Hemmer sind Medikamente bei Erektionsstörungen. Sie fördern die Durchblutung im Penis, indem sie ein bestimmtes Enzym hemmen und so die Wirkung körpereigener Botenstoffe verstärken.
Tadalafil ist ein PDE-5-Hemmer mit relativ langer Wirkdauer. Es wird bei erektiler Dysfunktion eingesetzt und darf nur nach ärztlicher Untersuchung und auf Rezept eingenommen werden, da Nebenwirkungen und Wechselwirkungen möglich sind.
Was ist Testosteronmangel beim Mann?
Ein Testosteronmangel liegt vor, wenn der Körper zu wenig männliches Geschlechtshormon bildet oder es nicht ausreichend wirkt. Mögliche Symptome sind Antriebslosigkeit, Libidoverlust, Erektionsstörungen, Muskelabbau und Stimmungsschwankungen. Für die Diagnose werden Beschwerden, körperliche Untersuchung und Laborwerte kombiniert. Eine Testosterontherapie kommt nur bei gesichertem Mangel und nach sorgfältiger Abwägung infrage.
Was ist Andrologie?
Die Andrologie ist die „Männerheilkunde“ innerhalb der Urologie. Sie beschäftigt sich mit männlichen Hormonen (vor allem Testosteron), Fruchtbarkeit, Erektionsstörungen, Libido, Veränderungen im Alter und weiteren Themen der Männergesundheit. In der andrologischen Sprechstunde werden körperliche, hormonelle und auch psychische Aspekte berücksichtigt, um die Beschwerden ganzheitlich zu beurteilen.
Was ist eine Vasektomie?
Eine Vasektomie ist eine dauerhafte Form der Empfängnisverhütung beim Mann. Dabei werden die beiden Samenleiter durchtrennt oder verschlossen, sodass keine Spermien mehr in die Samenflüssigkeit gelangen. Erektionsfähigkeit, Hormonproduktion und Orgasmusgefühl bleiben in der Regel erhalten. Die Vasektomie ist für Männer gedacht, deren Familienplanung abgeschlossen ist.
Was passiert bei einer Vasektomie genau?
Bei der Vasektomie werden die Samenleiter über einen kleinen Zugang im Hodensack dargestellt, ein Stück wird entfernt und die Enden werden verschlossen. Der Eingriff erfolgt meist ambulant und unter örtlicher Betäubung und dauert in der Regel 20–40 Minuten. Nach kurzer Ruhephase können die meisten Patienten in Begleitung nach Hause gehen.
Ist eine Vasektomie reversibel?
Eine Vasektomie ist als dauerhafte Verhütungsmethode geplant. Zwar gibt es mikrochirurgische Operationen, mit denen versucht wird, die durchtrennten Samenleiter wieder zu verbinden, der Erfolg ist aber nicht sicher und hängt u. a. von der Zeit seit der Vasektomie ab. Wer eine Vasektomie erwägt, sollte sie daher als endgültige Entscheidung für eine abgeschlossene Familienplanung sehen.
Was bedeutet „skalpellfreie Vasektomie“?
Bei der skalpellfreien Vasektomie wird auf einen klassischen Hautschnitt verzichtet. Stattdessen wird die Haut mit einem speziellen Instrument punktiert und gedehnt, um Zugang zu den Samenleitern zu bekommen. Der Eingriff an den Samenleitern selbst ist ähnlich wie bei der klassischen Vasektomie. Ziel ist es, das Gewebe möglichst zu schonen und die Wundheilung zu erleichtern.
Was ist Kinderurologie?
Die Kinderurologie befasst sich mit urologischen Erkrankungen und Besonderheiten bei Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören z. B. Hodenhochstand, Vorhautverengung (Phimose), Fehlbildungen von Harnblase und Harnröhre, wiederkehrende Harnwegsinfekte und Einnässen. Kinderurologische Untersuchungen und Behandlungen erfolgen altersgerecht, behutsam und in enger Abstimmung mit den Eltern.
Welche Erkrankungen behandelt die Kinderurologie?
Die Kinderurologie umfasst unter anderem:
Hodenhochstand
Vorhautverengung (Phimose)
Fehlbildungen der Harnwege
wiederkehrende Blasenentzündungen und Harnwegsinfekte
Einnässen (Bettnässen) über das normale Alter hinaus
Ob eine Behandlung nötig ist, hängt von Alter, Beschwerden und Befunden ab und wird im kinderurologischen Gespräch geklärt.
Was ist ein Hodenhochstand bei Kindern?
Ein Hodenhochstand liegt vor, wenn ein oder beide Hoden nicht dauerhaft im Hodensack liegen, sondern z. B. im Leistenkanal oder Bauchraum. Unbehandelt kann dies langfristig die Fruchtbarkeit und das Krebsrisiko beeinflussen. Deshalb sollte ein Hodenhochstand im frühen Kindesalter erkannt und – falls nötig – bis etwa zum Ende des zweiten Lebensjahres behandelt werden.
Was ist eine Vorhautverengung (Phimose) in der Kinderurologie?
Eine Vorhautverengung (Phimose) bedeutet, dass sich die Vorhaut nicht oder nur schwer über die Eichel zurückschieben lässt. Bei kleinen Jungen ist eine gewisse Enge zunächst normal und löst sich oft von selbst. Eine behandlungsbedürftige Phimose liegt vor, wenn Beschwerden, Entzündungen oder Probleme beim Wasserlassen auftreten. Dann kommen zunächst Salbenbehandlungen, später ggf. eine Operation infrage.
Was wird in einem Spermiogramm untersucht?
In einem Spermiogramm wird die Samenflüssigkeit im Labor analysiert. Wichtige Parameter sind u. a. die Anzahl der Spermien, ihre Beweglichkeit und ihre Form. Ein Spermiogramm wird bei unerfülltem Kinderwunsch, nach Vasektomie oder bei Verdacht auf Störungen der Fruchtbarkeit eingesetzt und hilft, weitere Schritte zu planen.
Was kostet ein Spermiogramm (Spermiogramm Kosten) und wer übernimmt die Kosten?
Die Spermiogramm Kosten hängen vom Anlass und Umfang der Untersuchung ab. Häufig wird das Spermiogramm als Privat- bzw. Selbstzahlerleistung abgerechnet, z. B. im Rahmen der Kinderwunschdiagnostik oder nach einer Vasektomie. In bestimmten Situationen können Krankenkassen Kosten ganz oder teilweise übernehmen. Vor der Untersuchung sollten Sie sich in der Praxis informieren, mit welchen Spermiogramm Kosten Sie rechnen müssen.
Können Lebensstilfaktoren die Spermienqualität im Spermiogramm beeinflussen?
Ja, Lebensstilfaktoren können die Ergebnisse eines Spermiogramms deutlich beeinflussen. Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, starkes Übergewicht, Bewegungsmangel, Hitzeeinwirkung im Hodenbereich und bestimmte Medikamente wirken sich oft negativ auf die Spermienqualität aus. Eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung, Nikotinverzicht und moderater Alkoholkonsum können die Spermienparameter verbessern.
Praxis 2 Urologen | Vasektomie in Bernkastel-Kues
Wir kümmern uns um die Zukunft – nicht um Nachwuchs.
Die Vasektomie ist ein kleiner, sicherer und dauerhafter Eingriff zur Verhütung. Wir führen sie regelmäßig durch – mit Erfahrung, schonenden Methoden und in vertrauensvoller Atmosphäre. Dabei legen wir Wert auf persönliche Beratung, präzise Durchführung und sorgfältige Nachsorge.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Dauerhafte und sichere Verhütung
- Schonender Eingriff mit kurzer Erholungszeit
- Persönliche Beratung und Nachbetreuung